Die Löwen legen vor
Wasserburg gewinnt vor Traumkulisse von 1412 Zuschauern gegen den FC Sturm Hauzenberg mit 2:0
Am Donnerstagabend entfaltete der Amateurfußball seine gesamte Faszination. 1412 Zuschauer waren bei lauen Temperaturen in die Wasserburger Altstadt gepilgert, um das Relegationshinspiel zwischen dem TSV 1880 Wasserburg und dem FC Sturm Hauzenberg zu sehen. Die Mannschaft von Trainer Florian Heller zeigte eine ausgezeichnete Partie und gewann verdient mit 2:0. „Glückwunsch an die Jungs. Es war eine sehr leidenschaftliche Leistung und ein verdienter Sieg“, so der Coach.
Die Innstädter waren von Beginn an tonangebend und erwischten einen Start nach Maß. Nach fünf Minuten hatte sich Robin Ungerath im Strafraum durchgetankt, war aber noch geblockt worden. Josef Stellner nahm den zweiten Ball direkt, den Torhüter Christoph Obermüller noch entschärfen konnte. Den Nachschuss hämmerte Stellner unter die Latte. Die Löwen blieben am Drücker und hätten in der 9. Minute beinahe durch Ungerath nachgelegt, doch sein Linksschuss pfiff knapp am Pfosten vorbei. Auch Ungeraths Sturmpartner Vinzenz Egger bereitete Hauzenberg massive Probleme. In der 18. Minute wurde er elfmeterreif gefoult, nach 22 Minuten parierte Obermüller gegen Eggers Schlenzer. „Der Spielverlauf hätte sogar einen höheren Sieg hergegeben“, analysierte Heller. Nach der stürmischen Wasserburger Anfangsphase nahm der Schwung etwas ab, Hauzenberg verteidigte, suchte aber sein Heil nicht in der Offensive. In der Phase vor der Halbzeit intensivierten die Löwen wieder ihre Bemühungen Richtung Tor und wurden belohnt. Egger hatte sich auf der rechten Außenbahn durchgetankt, seine scharfe Hereingabe drückte Ungerath in der Nachspielzeit aus fünf Metern über die Linie (45.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hätte der Angreifer fast noch das dritte Tor nachgelegt, verzog jedoch knapp.
In der zweiten Hälfte hatten die Hausherren das Spiel unter Kontrolle, von Hauzenberg kam nach wie vor wenig. Die Gäste versuchten es überwiegend mit langen Bällen, was zu einer Vielzahl an Kopfballduellen führte, die überwiegend die Wasserburger Verteidiger für sich entscheiden konnten. Über die gesamten 90 Minuten hatte der Bayernligist keine nennenswerte Torchance. Wasserburg wollte unbedingt noch das 3:0 nachlegen, George Dumitrus Abschluss aus kurzer Distanz wurde von Obermüller gehalten. In der Nachspielzeit zappelte der Ball dann tatsächlich noch einmal im Hauzenberger Netz, der eingewechselte Michael Barthuber war bei seinem Kopfball aber knapp im Abseits gestanden. „Es wird eine heiße Nummer am Montag“, vermutet Heller und appelliert: „Wir brauchen jeden Wasserburger in Hauzenberg.“
Wasserburg: Volkmer, Biegel, Lindner, Rubio Gonzalez, Brich, Stellner, Simeth, Haunolder, Voglmaier, Egger, Ungerath
Tore: 1:0 Josef Stellner (5.), 2:0 Robin Ungerath (45.)
Schiedsrichter: Stefan Treiber (FC Zell-Bruck)
Zuschauer: 1412
jah






