Erfolgreicher Einbahnstraßenfußball
Wasserburg schlägt den SVN München mit 5:0
„Die fünf Tore haben gut getan. Wir haben uns die letzten drei Wochen von der Seele geschossen“, resümierte Michael Barthuber nach dem 5:0 seines TSV 1880 Wasserburg gegen den SVN München. Der Kapitän selbst hatte in dem einseitigsten Fußballspiel der Saison in der 61. Minute per Kopf den Treffer zum 3:0 beigetragen. Die 275 Zuschauer sahen dabei 90 Minuten Einbahnstraßenfußball.
„Es war ein sehr gutes Spiel von uns“, lobte Trainer Florian Heller. „Wir waren giftig gegen den Ball und haben nichts zugelassen.“ Diese konzentrierte Verteidigungsarbeit führte dazu, dass der wiedergenesene Lino Volkmer im Tor nicht einmal eingreifen musste. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten nahm die Wasserburger Offensive nach und nach Fahrt auf. „Wir haben heute wieder befreit aufgespielt“, so der Coach. Um den Abwehrriegel der Gäste zu knacken, brauchte es nach einer ersten gefährlichen Annäherung von Jaume RubioGonzalez einen Freistoß von Leon Simeth. Simeth setzte einen Freistoß aus 18 Metern wie einen Strich zum 1:0 in die Maschen (18.). Das 2:0 legte Robin Ungerath in bester Gerd-Müller-Manier nach. Nach Kopfballablage drehte sich der Toptorjäger der Liga auf einem Bierdeckel und schoss aus kurzer Distanz ein (30.).
Nach dem Seitenwechsel ging es weiter nur in eine Richtung und Heller legte frische Kräfte nach. Mit Daniel Kononenko und Michael Barthuber trafen sofort zwei der Joker und konnten ebenfalls Selbstvertrauen für den Endspurt tanken. Beim 3:0 schlängelte sich Kononenko durch die Abwehr und versenkte aus 16 Metern (61.), Barthuber hatte sich am langen Pfosten davon geschlichen und eingeköpft (68.). Der SVN München war am Samstagnachmittag kein Gradmesser, aber dieselbe Mannschaft hatte den Löwen in der Hinrunde Punkte abgenommen und in der Rückrunde gegen Unterhaching II ein Unentschieden geholt. Auch Siege gegen Kellerkinder geben drei Punkte. Den Schlusspunkt setzte in der 72. Minute Robin Ungerath mit einem artistischen Skorpionkick. In der Schlussphase kamen mit Dominik Köck und Vinzenz Egger zwei wichtige Spieler wieder zum Einatz und konnten erstmals seit Wochen wieder Spielpraxis sammeln.
Während die zwei Youngster ihr Comeback feierten, verabschiedeten die Löwen nach dem Spiel Michael Kölbl in seinen wohlverdienten Ruhestand. Der langjährige Bürgermeister, der immer ein treuer Fan der Löwen war, übergab zum 1. Mai seine Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Bastian Wernthaler. Kölbl ist jetzt nicht mehr Bürgermeister, Freund der Löwen wird er auch in Zukunft bleiben.
TSV 1880 Wasserburg: Volkmer, Biegel (75. Köck), Lindner, Rubio Gonzalez, Brich, Stellner, Dittrich, Dumitru (55. Kononenko), Simeth (64. Barthuber), Voglmaier (59. Vieregg), Ungerath (82. Egger)
Tore: 1:0 Leon Simeth (18.), 2:0 Robin Ungerath (30.), 3:0 Daniel Kononenko (61.), 4:0 Michael Barthuber (68.), 5:0 Robin Ungerath (72.)
Schiedsrichterin: Paulina Koch (TSV Kottern)
Zuschauer: 275
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