Löwen gewinnen auswärts mit 2:0 und ziehen in die nächste Pokalrunde ein
Das Aufeinandertreffen der Tabellenführer der Landesliga Südost und Landesliga Mitte in der 2. Qualifikationsrunde des Toto-Pokals war kein Fußballleckerbissen, intensiv und umkämpft war es dafür umso mehr. Südost-Spitzenreiter Wasserburg behielt dabei mit 2:0 verdient die Oberhand. „Wir haben zwei individuelle Fehler gemacht, die der Gast aus Wasserburg sehr gut ausnutzen konnte. Ansonsten war es ein absolut ausgeglichenes Spiel mit viel Tempo und extremer Körperlichkeit“, analysierte Landshuts sportlicher Leiter Max Maier.
Die von Maier angesprochene körperbetonte Spielweise stellte vor allem Schiedsrichter Tim Grunert vor eine Herausforderung. Grunert pfeift Bayernliga, hatte aber große Probleme mit der Bewertung von Zweikämpfen, wodurch die ohnehin zerfahrene Partie in den ersten 45 Minuten noch zerfahrener wurde. In einem umkämpften, aber nicht unfairen Spiel gab es allein im ersten Durchgang sechs Gelbe Karten, die dem Spielfluss nicht zuträglich waren. „Wir sind schwer in das Spiel hineingekommen“, bekannte Trainer Florian Heller. „Da hat uns das 1:0 sehr gutgetan.“ In der 24. Minute hatte Janik Vieregg einen zu kurzen Rückpass von Routinier Maximilian Zischler erlaufen, Torhüter Jakob Wurzer umkurvt und sicher eingeschossen. „Es freut mich, dass das Tor aus einer Pressingsituation entstanden ist. Das wollen wir sehen“, lobte Heller. Mit der Führung im Rücken verteidigten die Innstädter diszipliniert und hielten die Hausherren zu jederzeit in Schach. Vor allem Toptorjäger Kenneth Sigl wurde komplett abgemeldet. „Die Führung hat uns Stabilität gegeben“, bilanzierte der Wasserburger Coach.
In der Halbzeitpause justierte Heller die Spielanlage nach, wodurch seine Mannschaft deutlich mehr Kontrolle über das Geschehen bekam. „Dementsprechend waren wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und hatten auch die klareren Torchancen“, so Heller. Eine dieser Gelegenheiten nutzte Robin Ungerath in der 71. Minute zum 2:0. Wurzer hatte zuvor einen Weitschuss von Thomas Voglmaier nicht festhalten können, der Wasserburger Stürmer war zur Stelle und staubte eiskalt ab. Die Schlussphase bestritten die Löwen nach einer Zeitstrafe für Jaume Rubio Gonzalez (77.) in Unterzahl, wodurch Lucas Biberger die beste Landshuter Chance kreieren konnte, aus 16 Metern aber über das Tor schoss (78.). „Wir haben in Unterzahl extrem diszipliniert und gut verteidigt. Für unsere Verhältnisse standen wir relativ tief, aber das gehört in so einem Spiel auch einmal dazu“, analysierte Heller. Den Löwen fehlten an diesem Nachmittag acht Spieler, mit Dominik Köck, der sich ohne Gegnereinwirkung verletzte und mit dem Sanka abgeholt werden musste, kam ein neunter hinzu. Nichtsdestotrotz konnten die Innstädter eine gute Mannschaft schlagen und sich rückversichern, dass ihre Stürmer immer in der Lage sind, ein Tor zu erzielen.
Wasserburg: Volkmer, Biegel, Lindner, Rubio Gonzalez, Brich, Köck (15. Saur), Dittrich (65. Deser), Haunolder (46. Voglmaier), Dumitru, Ungerath (81. Obermaier), Vieregg (65. Egger)
Tore: 0:1 Janik Vieregg (24.), 0:2 Robin Ungerath (71.)
Zeitstrafe: Jaume Rubio Gonzalez (77.)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Tim Grunert (SG Mallersdorf-Grafentraubach)
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