Löwen gegen Hachinger Talentschmiede
Wasserburg tritt am Freitagabend, 19.30 Uhr, in Neuried gegen Unterhaching II an
Nach acht Spieltagen kristallisiert sich immer deutlicher heraus, welche Mannschaften sich in der Spitzengruppe in der Landesliga Südost festsetzen. Der TSV 1880 Wasserburg ist als aktueller Tabellenführer auch in diesem Jahr vorne mit dabei, neben den im Vorfeld hoch gehandelten Teams hat sich auch die Zweitvertretung der SpVgg Unterhaching als Tabellendritter (15 Punkte) oben eingenistet. „Wir haben das nächste Topspiel vor der Brust“, so Trainer Florian Heller, denn am Freitagabend, 19.30 Uhr, treffen die Innstädter auf eben jene Hachinger Regionalliga-Reserve. Wie im Vorjahr trägt Unterhaching II seine Heimspiele im Sportpark Neuried aus, da das eigeneStadion parallel von der Ersten belegt ist.
Nach den Spielen gegen Grünwald, Freilassing und Aubing müssen die Löwen erneut gegen ein Topteam antreten und wissen, dass sie voll gefordert sein werden. Nach dem Abstieg aus der Bayernliga hat Unterhaching seine Zweite Mannschaft noch einmal verjüngt. Das führt dazu, dass Haching seine Spiele mit einer Mannschaft bestreitet, die knapp über 18 Jahre alt ist. In Deutschland ist der Schrei nach jungen Spielern immer besonders laut, dass „jung“ allein kein Qualitätsmerkmal ist, wird dabei meistens vergessen. Entscheidend ist, ob die Spieler auch gut sind – und das ist, wie die Ergebnisse belegen, bei Unterhaching der Fall. Mit 23 erzielten Toren stellt die Mannschaft von Trainer Andreas Haidl die beste Offensive der Liga, was sich in Kantersiegen wie gegen SVN München (6:1) und Garmisch (5:1) widerspiegelt. Der erst 19-Jährige Philipp Zimmerer führt mit neun Treffern in acht Spielen die Torschützenliste an und hofft berechtigterweise auf regelmäßige Nominierungen in der Ersten von Trainer Sven Bender.
„Es wird eine sehr interessante und spannende Aufgabe gegen einen sehr attraktiven Gegner“, weiß Heller, der zugleich betont: „Wir wollen uns da vorne festbeißen, wir wollen den Tabellenplatz verteidigen“. Mit sechs Siegen am Stück sind die Löwen an die Tabellenspitze geklettert und zeichneten sich dabei durch mannschaftliche Geschlossenheit aus. Die Spiele werden nicht immer durch die ein oder zwei selben Spieler entschieden, sondern immer wieder durch andere. Gegen Aubing war es vergangenen Freitag Daniel Kononenko, der als Joker nach Rückstand die Wende brachte und nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Saison angekommen scheint. Der 25-Jährige Offensivallrounder ist der Prototyp, den die Verantwortlichen suchen und fördern: Ein Spieler, der hungrig ist und sich über die eigene Reserve nach oben gekämpft hat. Neben Kononenko sind aber auch andere Spieler in Form: „Die Jungs sind gut drauf. Es spricht nichts dagegen, warum wir das Spiel nicht für uns entscheiden sollten. Und das ist auch am Freitag das Ziel“, gibt Heller die Marschroute klar vor.
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