(K)ein Spiel wie jedes andere
Wasserburg empfängt am Freitagabend, 19 Uhr, die SpVgg Unterhaching II – Viele Zuschauer erwartet
„Ich habe von Leuten, die mich darauf ansprechen, schon ‚Aufstiegskracher’, ‚Topspiel’ und ich weiß nicht wie viele andere Superlative für den Freitag gehört. Ich möchte davon aber überhaupt nichts wissen“, betont Florian Heller vor dem Heimspiel seines TSV 1880 Wasserburg gegen die SpVgg Unterhaching II. Schon unmittelbar nach dem 9:2-Erfolg in Aubing hat der Wasserburger Trainer unabhängig vom Gegner den Fokus auf das nächste Spiel gerichtet. Wenn am Freitagabend, 19 Uhr, in der Altstadt angepfiffen wird, trifft allerdings der aktuelle Spitzenreiter auf den Tabellenzweiten, weshalb mit vielen Zuschauern an der Landwehrstraße 10 gerechnet wird.
Dass sich Heller von all den Schlagzeilen und dem Brimborium lösen möchte, das um so eine Begegnung gemacht wird, begründet er so: „Es geht darum, dass der nächste Landesligagegner auf uns wartet. Wer das ist, spielt überhaupt keine Rolle. Wenn wir nämlich in Landesligaspielen, egal, gegen welchen Gegner, nicht an unser Maximum kommen, dann werden wir Schwierigkeiten haben, Spiele zu gewinnen. Das Maximum bekommen wir momentan ganz gut hin, aber es ist ein enormer Aufwand – und das wird es auch am Freitag wieder werden.“ Dieser vom 44-Jährigen ausgestrahlte und vorgelebte Pragmatismus tut den Löwen gut, denn dadurch leben sie im Hier und Jetzt. Entsprechend spielen sie auch.
Parallel zum Wasserburger Schützenfest in Aubing setzte auch die Unterhachinger Reserve ein Ausrufezeichen. Gegen den Kirchheimer SC gewann die Mannschaft von Thomas Kasparetti mit 3:0. Der ehemalige Wasserburg-Spieler coacht seit der Winterpause die Hachinger Reserve und muss dabei oft mit einem kleinen Spieltagskader auskommen. Meist sitzen nur ein oder zwei Akteure auf der Bank. Die vielen erfolgreichen Partien belegen jedoch eindrucksvoll, dass junge Menschen durchaus in der Lage sind, ein Spiel über 90 Minuten bestreiten zu können, ohne komplett ausgelaugt zu sein.
„Wir müssen bei uns bleiben und die Sinne schärfen auf die Dinge, die uns stark machen. Dann sehe ich für uns sehr, sehr gute Chancen, dass wir auch am Freitag erfolgreich sein können. Alles andere ist mir ehrlich gesagt ‚wurscht’ und möchte ich auch nicht hören oder wissen“, so Heller. In dem Sinne: Es ist angerichtet für (k)ein Spiel wie jedes andere.
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