Der Pokal als Standortbestimmung
Wasserburg will am Samstag in Landshut eine Runde weiterkommen
Der Erste der Landesliga Mitte gegen den Tabellenführer der Landesliga Südost – mehr Spitzenspiel auf dem Niveau der sechsthöchsten deutschen Spielklasse geht nicht, wenn am Samstag, 15 Uhr, die SpVgg Landshut in der 2. Runde der Qualifikation für den Toto-Pokal 2026/27 den TSV 1880 Wasserburg empfängt. Eine Woche vor dem Start in den Ligabetrieb ist das Duell der Spitzenreiter eine wichtige Standortbestimmung. „Es ist ein Pokalspiel, es ist ein K.o.-Spiel. Wir wollen auf alle Fälle eine Runde weiterkommen“, betont Trainer Florian Heller. Die Aufgabe in Landshut wird nicht einfach, doch auch Abteilungsleiter Kevin Klammer stößt ins selbe Horn: „Wir wollen im Sommer ein Pokalspiel in der Altstadt haben“.
Am vergangenen Samstag in Schwaig trafen die Innstädter auf einen Gegner, der stärker war als sie, die SpVgg Landshut sollte auf Augenhöhe sein. Nach Jahren im Mittelfeld der Tabelle zündete die „Spiele“, wie die Niederbayern genannt werden, im Sommer den Transferturbo und verpflichtete mit Sebastian Maier einen Ex-Profi (Bundesliga mit Hannover 96, 2. Liga in Bochum, 3. Liga bei Haching und Türkgücü München) als Spielertrainer. Dazu kehrten die Steer-Brüder aus Erlbach zurück, Dominik Weiß kam aus Schalding. Wie Routinier Maximilian Zischler verfügen sie ebenso wie Toptorjäger Kenneth Sigl über Regionalligaerfahrung. Diese Mischung verschaffte den Niederbayern in der Landesliga Mitte einen Vorsprung von acht Punkten, weshalb die Rückkehr in die Bayernliga sehr wahrscheinlich ist. Trotz des sportlichen Aufschwungs stehen die Fußballer in der öffentlichen Wahrnehmung weit hinter dem Eishockey zurück. Sinnbildlich dafür steht der Kunstrasen, auf dem das Pokalspiel ausgetragen wird, der im Schatten der Eishalle liegt.
Die Löwen hatten eine ordentliche Vorbereitung, besonders im Trainingslager in Fürth konnten sie richtig Fahrt aufnehmen. „Es geht jetzt darum, dass wir die Jungs in einer guten Frische auf den Platz bringen. Die Jungs sind in einem körperlich sehr guten Zustand. Fußballerisch haben wir uns inhaltlich in der Vorbereitung einiges vorgenommen. Demzufolge kann es jetzt dann auch losgehen“, scharrt Heller mit den Hufen. Bereits zum ersten Pflichtspiel ist die ganze Breite des Kaders gefragt, denn neben den Langzeitverletzten fallen mit Matthias Rauscher, Bruno Ferreira Goncalves, Leon Simeth und Michael Barthuberwichtige Spieler aus. „Vorbereitung ist Vorbereitung. Wenn es aber in den Pflichtspiel- oder Pokalspielmodus geht, werden die Sinne noch einmal mehr geschärft“, weiß Wettkämpfer Heller. Ab Samstagnachmittag geht es wieder darum, worauf es auch im Amateurfußball ankommt: Siege.
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